Förderprogramm - Städtischer Raum

Fragen zur Kooperation

Kooperation zwischen der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen und Uber im Kontext Mobilität

Für das Jahr 2026 ist die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen mit Uber eine Kooperation eingegangen. Im Rahmen dieser Kooperation fließen die Perspektiven älterer Menschen in die Weiterentwicklung digitaler Mobilitätsangebote ein. Uber greift deren Erfahrungen und Bedarfe gezielt auf und passt seine Angebote bereits altersgerecht an – insbesondere durch eine vereinfachte App-Bedienung und eine bessere Darstellung der Buchungsschritte von Fahrten.

Ziel der Kooperation ist es, Mitgestaltung und Dialog auf Augenhöhe zu stärken und Impulse für altersfreundliche digitale Angebote zu geben. Die von der BAGSO getragene Initiative „DigitalPakt Alter“ baut hierfür ihr Netzwerk weiter aus und fördert gemeinsam mit Uber Erfahrungsorte, die ältere Menschen alltagsnah beim Umgang mit digitalen Anwendungen begleiten und ihre digitale Teilhabe stärken.

Fragen und Antworten

Die BAGSO kooperiert projektbezogen mit unterschiedlichen Akteuren, wenn so die Lebenssituation älterer Menschen verbessert wird. Die Zusammenarbeit mit Uber ist ein Versuch, neue Mobilitätsoptionen für ältere Menschen kritisch zu erproben und mitzugestalten.

Nein. Die BAGSO macht keine Werbung für Uber. Die Kooperation ist zeitlich begrenzt, an klare Ziele gebunden und dient der sachlichen Information, Erprobung und Bewertung neuer Mobilitätsangebote sowie spezieller für die Zielgruppe entwickelter Angebote wie z.B. Uber Assist.

Die BAGSO sieht Uber als Ergänzung zum ÖPNV. Die Zusammenarbeit richtet sich vor allem auf Situationen, in denen bestehende Angebote nicht oder nur eingeschränkt nutzbar sind.

Gleichzeitig vermittelt Uber in Deutschland Fahrten an örtlich lizenzierte Mietwagen- und Taxiunternehmen und beschäftigt kein eigenes Fahrpersonal. Die Fahrerinnen und Fahrer sind in der Regel bei diesen lokalen Unternehmen angestellt und dort auch versichert. So ergänzt Uber bestehende Angebote und schafft zusätzliche digitale Zugangswege zu Mobilitätsangeboten.

Uber agiert in Deutschland als Fahrtenvermittler von lizenzierten Mietwagen- und Taxiunternehmen. Die Fahrerinnen und Fahrer sind bei den jeweiligen Partnerunternehmen angestellt und fallen somit unter den Schutz des deutschen Arbeitsrechts (Mindestlohn, Sozialversicherung). Alle Fahrerinnen und Fahrer müssen einen Personenbeförderungsschein nachweisen. 

Viele digitale Angebote stellen ältere Menschen zunächst vor Herausforderungen. Genau hier setzt die Kooperation an: Gemeinsam sollen bestehende Hürden identifiziert und Verbesserungen angestoßen werden. Uber arbeitet daran, die App-Oberflächen klar, verständlich und möglichst barrierearm zu gestalten – insbesondere für Menschen, die selten digitale Dienste nutzen.

Die BAGSO sieht die Gefahr digitaler Ausgrenzung und setzt sich dafür ein, dass Mobilitätsangebote möglichst niedrigschwellig gestaltet oder ergänzt werden. Uber bietet die Möglichkeit, Fahrten für z.B. digital weniger erfahrene Angehörige zu buchen. 

Nein, die Nutzung von Uber ist freiwillig. Die BAGSO verfolgt keinen Ansatz, der digitale Angebote als verpflichtend darstellt und gibt keine Empfehlung für die Nutzung einzelner kommerzieller Angebote.

Analoge Möglichkeiten wie die Nutzung eines Taxistandes an festen Standorten oder die telefonische Bestellung eines Taxis bleiben bestehen und sind für die BAGSO ein wichtiger Bestandteil analoger Teilhabe. Mietwagenunternehmen hingegen dürfen – anders als Taxis – nicht an festen Standorten bereitstehen, unterliegen einer Rückkehrverpflichtung an ihren Betriebssitz und dürfen keine spontanen Fahrgäste aufnehmen. Eine Fahrt muss stets im Voraus gebucht werden.

In Deutschland vermittelt Uber ausschließlich Fahrten an lizenzierte Mietwagen- und Taxiunternehmen mit professionellen Fahrerinnen und Fahrer. Diese müssen im Besitz eines Personenbeförderungsscheins sein und werden vor Aufnahme geprüft. Zusätzlich sorgt ein gegenseitiges Bewertungssystem für Qualitätssicherung.

Die App enthält mehrere Sicherheitsfunktionen wie GPS-Tracking jeder Fahrt in Echtzeit, das Teilen der Fahrt mit Angehörigen, eine PIN-Verifizierung zur Identifikation des richtigen Fahrzeugs sowie eine Notruf-Funktion direkt in der App. 

Nutzerinnen und Nutzer können Probleme direkt über die App melden, um Unterstützung vom Support zu erhalten.  

In Notfällen kann über die App unmittelbar ein Notruf abgesetzt werden. 

Fahrten sind über Versicherungen der Partnerunternehmen abgesichert. Beschwerden können je nach Schwere zu Maßnahmen bis hin zur Sperrung von Fahrer- oder Nutzerkonten führen.

Uber verarbeitet Daten, um Fahrten zu vermitteln und die Sicherheit zu gewährleisten, beispielsweise Standort- und Kontaktdaten. Die Kommunikation zwischen Fahrgast und Fahrer erfolgt über die App, wobei Telefonnummern anonymisiert werden. Für Deutschland gelten die strengen Datenschutzvorgaben der DSGVO, z.B. werden nach Ende der Fahrt die persönlichen Daten gelöscht und nicht weitergegeben.

Standortdaten werden während der Fahrt genutzt, um die Route zu berechnen und die Sicherheit sowie Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten. Fahrten werden per GPS dokumentiert, damit Nutzerinnen und Nutzer und Support den Verlauf nachvollziehen können. Eine Weitergabe erfolgt nur zur Leitungserbringung im Rahmen gesetzlicher Vorgaben an den Fahrer oder die Fahrerin oder ggf. an Behörden, sofern erforderlich. Diese Daten werden nach Ende der Fahrt nicht weiterbearbeitet.

Uber stellt Hilfeseiten und Datenschutzerklärungen in deutscher Sprache bereit. 

Für die Nutzung sind Basisdaten wie Name, Zahlungsmittel und Kontakt erforderlich. Besonders sensible Daten wie Gesundheitsdaten sind für die Nutzung nicht notwendig. Nutzerinnen und Nutzer können im Rahmen der DSGVO ihre Daten verwalten, Einstellungen anpassen sowie Auskunft über gespeicherte Daten erhalten oder deren Löschung beantragen.