Netzwerk Digitalambulanzen Bremerhaven
Projektbeschreibung
Das Netzwerk Digitalambulanzen startete im 2020 als Vorhaben des Landes Bremen in Kooperation mit zahlreichen Institutionen. Es war eines von 13 regionalen Open Government Labs des BMI. Im Jahr 2023 wurde das Netzwerk in Bremerhaven zur Überbrückung mit Landesmitteln gefördert. Seit dem 01.06.24 ist es durch die Einrichtung einer Stelle im Sozialreferat des Magistrats Bremerhaven verstetigt. Ziel ist es, möglichst vielen älteren Menschen die Möglichkeiten der digitalen Teilhabe durch flächendeckende, wohnortnahe und bedarfsgerechte Lern- und Beratungsangebote zu eröffnen. Durch die Verstetigung kann das stetig wachsende Netzwerk und die strukturierte Zusammenarbeit mit den Partnern dauerhaft gesichert, fortgeführt und zielgerichtet weiterentwickelt werden. Die Kooperationspartner bieten mittlerweile zahlreiche digitale Lernangebote in den jeweiligen Stadtteilen und in unterschiedlichen Formaten wie Kursen, Sprechstunden und Treffen an.
Die im ursprünglichen Projekt erprobten vielfältigen Angebotsformen für unterschiedliche Zielgruppen werden nachhaltig genutzt, um älteren Menschen unabhängig vom Hintergrund den Zugang zu digitalen Anwendungen und Angeboten zu ermöglichen. Ein weiteres Ziel ist es, digitale Unterstützungsangebote in kleinräumigen Quartieren an bekannten Orten anzubieten und bekannt zu machen. Für die Begleitung der Angebote werden zunehmend Ehrenamtler gewonnen, die kostenlos geschult werden.
Infos zu Projekt und Kommune
Jurybegründung
Viele ambitioniert gestartete Projekte blitzen wie Leuchtfeuer auf und lösen sich rasch in Rauch auf. Bremerhaven ist es gelungen, ein erfolgreiches Konzept zu verstetigen und angepasst an die lokalen Bedarfe weiterzuentwickeln. 2020 mit Bundesmitteln initiiert und vorübergehend aus Landesmitteln gefördert, hat die Stadt zuletzt eine hauptamtliche Stelle zur Koordination des kommunalen Netzwerks geschaffen, das älteren Menschen wohnortnahe und bedarfsgerechte Lern- und Beratungsangebote zur digitalen Teilhabe anbietet.
Besonders berücksichtigt sind Personen mit sprachlichen, psychischen oder körperlichen Partizipationshemmnissen. Die zentrale Steuerung stellt sicher, dass Lücken schnell geschlossen und ehrenamtlich Engagierte gezielt angeworben, ausgebildet und eingesetzt werden. Die Kommune übernimmt Verantwortung und sorgt für effiziente Ressourcennutzung – so muss es sein.