DigiBäM

Digitale Agenda ohne Ältere? Wege zu einer Digitalpolitik für alle

30.04.2026

Der Fachbeirat Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen (DigiBäM) hat ein neues Empfehlungspapier für eine generationengerechte Digitalpolitik vorgelegt. Unter dem Titel „Digitale Agenda ohne Ältere? Wege zu einer Digitalpolitik für alle“ formuliert der Fachbeirat konkrete Handlungsempfehlungen für Bund, Länder und Kommunen.

Im Zentrum steht die Forderung nach einem schrittweisen, sozial abgefederten Übergang in die digitale Zukunft, der niemanden ausschließt. Digitale Teilhabe müsse mehr sein als der Zugang zu Technik – sie setze digitale Souveränität, Bildung, Unterstützung und Mitbestimmung voraus.

Die Empfehlungen umfassen sieben zentrale Handlungsfelder:

  1. Einen schrittweisen Übergang in die digitale Zukunft gestalten
  2. Mehr Partizipation in Gestaltungsprozessen und Forschungsprojekten planen
  3. Niedrigschwellige Zugänge in die digitale Welt schaffen
  4. Klar geregelte Zuständigkeiten und Strukturen der Zusammenarbeit etablieren
  5. Digitale Transformation braucht Bildung und digitale Mündigkeit
  6. Cyber-Sicherheit fördern und Verbraucherschutz ausbauen
  7. Digitalstrategien im interdisziplinären Austausch entwickeln, evaluieren und fortschreiben

Besonderes Augenmerk legt DigiBäM auf ältere Menschen mit Migrationsgeschichte, den Abbau regionaler Ungleichheiten sowie auf den Ausbau wohnortnaher Bildungs- und Beratungsangebote. Digitale Strategien sollten stets mit Sozialpolitik verzahnt und regelmäßig auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

Das Empfehlungspapier wurde im März 2026 verabschiedet und ist Ergebnis eines Fachgesprächs aus dem November 2025. Es versteht sich als Beitrag zu einer Digitalpolitik, die Teilhabe, Selbstbestimmung und digitale Souveränität über alle Generationen hinweg stärkt.

Zum Empfehlungspapier